Rente reicht für viele Frauen nicht zum Leben

Veröffentlicht am 23.01.2018 in Landespolitik

Im Landkreis Amberg-Sulzbach bekommen Frauen im Schnitt 600 Euro weniger Rente als Männer.

 

Besorgt reagiert SPD-Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl aus Schnaittenbach auf Zahlen des Bayerischen Arbeitsministeriums. Demnach liegt die Durchschnittsrente (Männer und Frauen) im Landkreis bei 788 Euro, in der Stadt Amberg bei 784 Euro. Die männlichen Landkreisbewohner erhalten im Schnitt 1.120,93 Euro, während Frauen nur 524, 63 Euro bekommen. „Damit lässt sich kein altersgerechtes Leben bestreiten“, warnt Abgeordneter Strobl. „Es darf nicht sein, dass ein auskömmlicher Ruhestand wesentlich vom Geschlecht abhängt. Dass die Rente zwischen Männern und Frauen so auseinanderklafft, hat vor allem mit den Arbeitsverhältnissen zu tun. Frauen erhalten in fast allen Bereichen einen niedrigeren Lohn als Männer. Vor allem dort, wo viele Frauen arbeiten, z.B. in den Supermarkt- und Einkaufsketten, aber auch bei den Verwaltungsangestellten müssten die Löhne angehoben werden“.

 

Die Politik müsse schleunigst für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen, um Frauen nach der Babypause eine reibungslosere Rückkehr in den Beruf zu ermöglichen und sie vor der Teilzeitfalle zu bewahren, fordert der Politiker. „Die Familien- und Sorgearbeit der Frauen darf am Ende nicht zu einer Entwertung der Lebensleistung führen." Frauen haben nicht nur generell seltener einen festen Job, sie arbeiten auch allzu oft nur in Teilzeitmodellen, haben kaum Karrierechancen und verdienen weniger als ihnen zustehen würde.“ Das müsse ein Ende haben, fordert der Politiker.

 

 

 

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