Bericht der Sulzbach-Rosenberger-Zeitung zum Jahresempfang der Sulzbach-Rosenberger SPD

Veröffentlicht am 08.05.2018 in Veranstaltungen

Er ist Fraktionsvorsitzender der SPD im Bayerischen Landtag und befindet sich im Wahlkampf. Und obwohl den Sozialdemokraten im Freistaat schlechte Umfragewerte um die Ohren fliegen, setzt Markus Rinderspacher beim SPD-Jahresempfang nicht auf Populismus, sondern hält ein Plädoyer für "mehr Demokratie".

Traditionell stehen bei solchen Anlässen die Vertreter des Ehrenamtes im Mittelpunkt, denen die Politiker auch am Sonntag im Capitol ausgiebig für ihren Einsatz dankten. Ortsvereinsvorsitzender Achim Bender verwies auf eine maßgeblich durch die SPD mit beeinflusste positive Entwicklung der Herzogstadt. Er mahnte den politischen Mitbewerber auch, sich statt persönlicher Angriffe auf das Stadtoberhaupt besser um das Wohl der Kommune durch konstruktive Mitarbeit im Stadtrat zu konzentrieren.

Bürgermeister Michael Göth erinnerte an die erfolgreiche Umstrukturierung, gute Rahmenbedingungen und kommende Aufgaben, die den Einsatz aller Fraktionen zum Wohle der Stadt verlangten. SPD-Kreisvorsitzender und Landtagskandidat Uwe Bergmann nutzte den Empfang zur Vorstellung seiner Person und stärkte den versammelten Gästen den Rücken. "5,2 Millionen engagierte Menschen im Ehrenamt sind in Bayern die größte Bürgerbewegung."

"Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit", gab Markus Rinderspacher den Leitgedanken seiner frei vorgetragenen Ansprache vor mehr als 100 Gästen im Capitol vor. Willy Brandts Forderung "Mehr Demokratie wagen" sei in unseren Zeiten brandaktuell. Trotz vielfältiger Errungenschaften sähen viele Menschen die Demokratie nicht als die beste Staatsform an. "Demokratie ist aber keine Selbstverständlichkeit. Und gerade in Zeiten, in denen Autoritarismus und Nationalismus wieder auf dem Vormarsch sind, müssen wir uns die Frage stellen: Was ist eigentlich der Kern demokratischen Zusammenlebens?"

Dem Landespolitiker war es wichtig zu hinterfragen, warum jeder achte Wähler bei der Bundestagswahl eine nationalistisch ausgerichtete Partei wie die AfD ankreuzt, obwohl gerade in der Geschichte Deutschlands die schrecklichsten Verbrechen der Nazis auf einem übersteigerten Nationalismus gründen. Trotz wirtschaftlicher Prosperität, europäischer Aussöhnung und wirtschaftlicher Zusammenarbeit, von der gerade der Freistaat mit am meisten profitiere, sei eine europafeindliche Protestpartei so stark.

Nach Ansicht des Gastes aus München, der an die Ausrufung des Freistaates durch Kurt Eisner und die sozialdemokratische Prägung der damaligen Errungenschaften erinnerte, müssten Politik und Gesellschaft enger zusammenrücken. "Demokratie muss wieder näher an die Menschen, sie muss gelernt sein, ist nicht immer harmonisch und lebt von Kompromissen."

 

Zitate:

"Die Zeit Kurt Eisners wird vom Historiker Golo Mann beschrieben als eine der stolzesten und würdevollsten überhaupt. Deutlich mehr sei in Bayern geschehen als in den 50 Jahren zuvor."

"Wir als SPD wollen den 8. November würdigen. Wir wollen, dass er ein gesetzlicher Feiertag wird, zumindest einmalig zum 100. Geburtstag des Freistaats."

"Wir wollen, dass an diesem Tag nicht nur 500 geladene Gäste im Nationaltheater an diesem Fest teilhaben, sondern wir alle. Es ist unser Fest, es ist unsere Demokratie."

"Die Sozialdemokratie hat den Freistaat ausgerufen, hat ihn verteidigt in dunkler Stunde und ihn neu aufgebaut nach dem Krieg."

"Die Seele des Freistaats ist gefüttert vom Idealismus sozialdemokratischen Denkens."

"Warum haben wir so wenig demokratisches-republikanisches Bewusstsein? Bayern ist noch immer eine Monarchie - in den Köpfen, in vielen Bereichen."

"Die SPD muss nicht nur als staatstragende Partei, sondern wieder mehr als soziale Bewegung dabei sein."

"Ihr bekommt, was euch zusteht, denn die Kommunen sind die Spitze der Demokratie."

"Ministerpräsident Kurt Eisner sagte das, was wir im Herzen tragen sollten: Jedes Menschenleben soll heilig sein!"

 

Bericht und Bild:
Oberpfalz Medien
Sulzbach-Rosenberger-Zeitung
Bild: Petra Hartl

 

News

13.02.2019 09:55 SPD Europa: Wasser sparen in Zeiten des Klimawandels
Parlament beschließt Standpunkt zu Wasserwiederverwendung Ein Drittel der EU-Landfläche leidet unter Wasserknappheit. In Hitzesommern wie 2018 sind Menschen, Tiere und Pflanzen sehr von der Trockenheit betroffen. Besonders die südlichen Mitgliedstaaten erleiden dabei wirtschaftliche Milliardenschäden. Das Europäische Parlament sieht besonders viel Potential in der Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft. Am Dienstag, 12. Februar 2019, hat das Plenum

13.02.2019 09:53 Einsetzung des Forums „Mobilität der Zukunft“
Der SPD-Parteivorstand hat auf seiner heutigen Klausursitzung folgenden Beschluss gefasst: Die SPD wird die Leitlinien einer modernen Mobilitätspolitik erarbeiten, die den sozialen, den ökonomischen und den ökologischen Ansprüchen gerecht werden. Das Forum soll sich auf die folgenden Themenschwerpunkte konzentrieren: Neue Mobilitätskonzepte, die alle Verkehrsträger einbeziehen und Mobilität für alle ermöglichen. Digitalisierung: Automatisiertes Fahren, Vernetzung und neue

13.02.2019 09:28 ASF: Danke, Hubertus Heil
Die Grundrente erkennt die Lebensleistung von Frauen an und reduziert speziell ihr Armutsrisiko. Die Arbeitsgemeinschaft der SPD-Frauen schickt einen großen Dank an Hubertus Heil für seinen Vorschlag zur Grundrente. Mit ihr wird die Lebensleistung von Frauen endlich anerkannt und Frauen werden besser vor Altersarmut geschützt. Mindestens 35 Jahre Beitragszeit soll die Voraussetzung sein, um die

11.02.2019 19:48 Einsetzung des Geschichtsforums der SPD
Der SPD-Parteivorstand hat auf seiner heutigen Klausursitzung folgenden Beschluss gefasst: „Mit ihrer langen in die Entwicklung der Arbeiterbewegung eingebetteten Geschichte unterscheidet sich die SPD in ganz besonderer Weise von allen anderen politischen Parteien in Deutschland. Gerade die Erinnerung an die Novemberrevolution von 1918 und die daraus hervorgehende Gründung der ersten Demokratie, z.B. mit der Einführung des

10.02.2019 16:28 Ein neuer Sozialstaat für eine neue Zeit
Solidarität, Zusammenhalt, Menschlichkeit – das sind die Grundsätze, unter denen wir den neuen Sozialstaat gestalten. Zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land, und zwar aller Bürgerinnen und Bürger in unserem Land. Herzstück ist unser neues Sozialstaatskonzept. UNSER KONZEPT FÜR EINEN NEUEN SOZIALSTAAT Quelle: spd.de

Ein Service von info.websozis.de

Mitglied werden!

Online Mitglied werden!

Wetter-Online

Besucher:1621427
Heute:10
Online:1

Schuldenuhr BayernLB

Wer ist Online

Jetzt sind 1 User online

Wer ist Online

Jetzt sind 1 User online

Filzgeschichten

WebSozis

soziserver-banner