Für Bayerns Rentnerinnen fällt die Bescherung bescheiden aus

Veröffentlicht am 19.12.2017 in MdB und MdL

Rentenzahlungen reichen für viele Frauen nicht zum Leben – Im Landkreis Amberg-Sulzbach beziehen Frauen im Schnitt 600 Euro weniger Rente als Männer.

Besorgt reagiert SPD-Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl (SPD) aus Schnaittenbach auf die neuesten Zahlen des Bayerischen Arbeitsministeriums. Demnach liegt die Durchschnittsrente (Männer und Frauen) im Landkreis bei 788 Euro, in der Stadt Amberg bei 784 Euro. Die männlichen Landkreisbewohner erhalten im Schnitt 1,120, 93 Euro, während Frauen nur 524, 63 Euro bekommen. „Damit lässt sich kein altersgerechtes Leben bestreiten“, warnt Abgeordneter Strobl

„Es darf nicht sein, dass ein auskömmlicher Ruhestand wesentlich vom Geschlecht abhängt. Dass die Rente zwischen Männern und Frauen so auseinanderklafft, hat vor allem auch mit den Arbeitsverhältnissen zu tun. Frauen erhalten in fast allen Bereichen einen niedrigeren Lohn als Männer. Vor allem dort, wo viele Frauen arbeiten, z.B. in den Supermarkt- und Einkaufsketten, aber auch bei den Verwaltungsangestellten müssten die Löhne angehoben werden“.

 

Strobl kritisiert, dass die Familienpolitik der Staatsregierung Frauen systematisch benachteilige, indem sie sich an lebensfremden, längst überholten Rollenbildern orientiere: „Das Landesbetreuungsgeld zielt auf die Beibehaltung des Modells des männlichen Alleinernährers ab. Die Zeche zahlen im Alter dann die Frauen.“ Auf eine frühere Anfrage hatte das Sozialministerium die enormen Rentenunterschiede zwischen den Geschlechtern mit Hinweis auf den möglichen Bezug einer Witwenrente relativiert. Auch die Abgeordnete Ruth Müller ist empört: „Anstatt die Erwerbstätigkeit und damit eine auskömmliche Rente von Frauen zu fördern, rät die Staatsregierung: „Heirate einen gut verdienenden Mann und hoffe, dass er früh stirbt.‘“ An einer Gleichstellung der Geschlechter sei die CSU ganz offensichtlich nicht interessiert, kritisiert Strobl.

 

„Die Politik müsse schleunigst für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen, um Frauen nach der Babypause eine reibungslosere Rückkehr in den Beruf zu ermöglichen und sie vor der Teilzeitfalle zu bewahren. ", fordert der Politiker. „Die Familien- und Sorgearbeit der Frauen darf am Ende nicht zu einer Entwertung der Lebensleistung führen."

 

Zudem trage die Entgeltungleichheit zu den geringen Renten der Frauen bei. „Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen beträgt stellenweise über 20 Prozent. Das ist unserer Gesellschaft unwürdig.“ Die SPD-Landtagsfraktion fordere deshalb gesetzliche Regelungen zur Gleichstellung in der Wirtschaft sowie im öffentlichen Dienst. Der Freistaat Bayern müsse ein Vorbild bei der Schaffung gleichwertiger Karrierechancen sein, betont Strobl. Prekäre Arbeitsverhältnisse, insbesondere in den sogenannten Frauenberufen, müssten ein Ende haben: „Frauen haben nicht nur generell seltener einen festen Job, sie arbeiten auch allzu oft nur in Teilzeitmodellen, haben kaum Karrierechancen und verdienen weniger als ihnen zustehen würde.“ Entgegensteuern ließe sich durch bessere Angebote der Kinderbetreuung und paritätische Elternzeit-Modelle.

 

 

Presseerklärung

Reinhold Strobl, MdL

Bürgerbüro

Birkenweg 33

92253 Schnaittenbach

Tel. 09622-703636

Fax 09622-703635

 

 
Besucher:1621427
Heute:10
Online:1

MdL Reinhold Strobl

„Ich bin interessiert an Informationen aus dem Landtag": Reinhold.strobl@bayernspd-landtag.de

Mitglied werden!

Online Mitglied werden!

Schuldenuhr BayernLB

Wetter-Online

News

22.01.2018 09:17 Bundesparteitag in Bonn – SPD tritt in Koalitionsverhandlungen ein
Das ist gelebte Demokratie. Nach einer leidenschaftlichen und kontroversen Debatte hat der SPD-Parteitag den Weg frei gemacht für Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU. Über 3.000 Delegierte und Gäste haben in einer emotionalen Auseinandersetzung um den richtigen Weg für die SPD gerungen und das Für und Wider von Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU diskutiert. „Lebendige Demokratie“, so beschrieb

21.01.2018 09:12 Andrea Nahles zur Debatte in der SPD und zum Erneuerungsprozess
Andrea Nahles im Interview mit der Welt am Sonntag Andrea Nahles bekräftigt die Notwendigkeit, die SPD zu erneuern. Dazu müsse man aber nicht in der Opposition sein. Das gesamte Interview auf spdfraktion.de

19.01.2018 09:11 Garantie des Rentenniveaus ist wichtig und ein großer Fortschritt
Katja Mast, SPD-Fraktionsvizin, erläutert, warum die Sondierungsergebnisse mit der Union in der Rentenpolitik so wichtig sind. Die SPD hat sich gegen den Widerstand der CDU/CSU durchgesetzt und für mehr soziale Sicherheit gesorgt. „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen sich nach jahrzehntelanger Arbeit im Alter auf die Rente verlassen können. Dafür hat die SPD in den Sondierungen gesorgt: Noch

17.01.2018 18:35 Kürzung der US-Hilfsmittel für Palästina verschärft die Situation im Nahen Osten
Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Ankündigung der USA, rund die Hälfte ihrer Zahlung an das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) einzufrieren. „Die amerikanische Regierung hat heute angekündigt, rund die Hälfte ihrer Zahlungen in Höhe von 65 Millionen Dollar an das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) einzufrieren und lediglich 60 Millionen Euro

16.01.2018 18:33 Grundsteuer – Wegfall gefährdet kommunale Daseinsvorsorge
Die heutige Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht hat einmal mehr gezeigt, dass die Grundsteuer reformiert werden muss. Die Politik ist zum Handeln aufgefordert. Mit dem Reformvorschlag des Bundesrates liegt ein gangbares Modell auf dem Tisch. „Die mündliche Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht hat uns in der Ansicht bestärkt, dass wir um eine Reform der Grundsteuer nicht umhinkommen.

Ein Service von info.websozis.de

Wer ist Online

Jetzt sind 1 User online

Filzgeschichten

WebSozis

soziserver-banner